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grenzüberschreitend

Mit der Ausstellung lädt die Draiflessen Collection die Besucher dazu ein, mit Sehgewohnheiten zu brechen und neue Perspektiven auf die bislang vertraute Sicht auf die Welt zu gewinnen. Sie zeigt Werke von Künstlern und Kartografen wie u. a. Abraham Ortelius (1527–159), Peter Paul Rubens (1577–1640), Joan Bleau (1596–1673) und David Teniers der Jüngere (1610–1690), J.R.R. Tolkien (1892–1973) und Felix Nussbaum (1904–1944) oder Daniel Richter (*1962) und James Bridle (*1980).

Zur Ausstellung
Ausgehend von den Eigenschaften der Karte gliedert sich die Ausstellung in drei eng miteinander ver¬schränkte Bereiche: „Wissen“, „Vorstellungskraft“ und „Macht“.

Wissen
Der Bereich „Wissen“ beleuchtet die Möglichkeiten und Grenzen der Karte als Medium zur Erfassung der Welt. Karten werden oft als wahrheitsgetreue Abbilder der Realität auf Basis objektiv gesammelter Daten verstanden. Künstlerische Positionen dekonstruieren oder überwinden tradierte und gegenwärti¬ge Darstellungsmittel sowie Lesarten der Kartografie. Sie zeigen, dass Karten vor allem Konzepte von Wirklichkeit sind, die den Wissensstand und die Perspektive der jeweiligen Kartenmacher abbilden und stets auf der vorhandenen Auswahl von Informationen beruhen.

Macht
Im Zentrum des Bereiches „Macht“ steht die Entstehung und Legitimierung von Ordnungen und Kräf¬teverhältnissen durch Karten. Mit der Visualisierung von Größenverhältnissen und Beziehungen werden Machtstrukturen und Einflussbereiche definiert und gesichert. So formen sich ebenso Identitäten und Zugehö¬rigkeiten von Menschen sowohl auf gedanklicher als auch auf institutioneller Ebene. Bereits früh fanden Karten als Herrschaftsinstrument symbolischen Ausdruck in der bildenden Kunst. Künstlerische Arbeiten jüngerer Zeit schärfen den Blick für den maßgebenden Einfluss des Mediums auf das Denken und Handeln des Menschen.

Vorstellungskraft
Der Bereich „Vorstellungskraft“ widmet sich der Karte als Imaginationsraum und kreativem Instrument: Über Karten können alternative Entwürfe zur Wirklichkeit transportiert oder gänzlich neue fiktive Wel¬ten erschaffen werden. Wissenschaftlern und Künstlern bietet das Medium der Karte die Möglichkeit, ihren Ideen und Utopien Gestalt zu verleihen und, bekannte Grenzen überschreitend, mit bestehenden Traditionen und Denkweisen zu brechen – und so das Bild von der Welt neu zu formen.

Publikation
Ergänzend zur Ausstellung erscheint ein reich bebilderter Katalog in deutscher, englischer und nie¬derländischer Ausgabe.

Begleitprogramm
Die Ausstellung wird um ein reichhaltiges Begleitprogramm aus museumspädagogischen Angeboten für Erwachsene, Kinder und Jugendliche sowie Lesungen, Vorträge und Exkursionen erweitert.

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