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„Inseln – Gesang von ferner Nähe“: Uraufführung von Langemann-Komposition für MDR-Rundfunkchor (FOTO)

Durch Corona ist es für den großen MDR-Rundfunkchor derzeit unmöglich, seinen Vielklang live vollständig zu entfalten, da nur kleinere Gruppen gemeinsam singen dürfen. Eine neue Komposition im Auftrag des MDR beschäftigt sich künstlerisch mit dieser Ausnahmesituation und überwindet die Einschränkungen virtuell. „Inseln – Gesang von ferner Nähe“ von Michael Langemann wird komplett am 18. September auf http://www.mdr-klassik.de per Video uraufgeführt, vorab veröffentlicht der MDR ab dem 12.September einzelne Bausteine des Werks.

„Inseln“ von Michael Langemann macht trotz der strikten Abstandsregeln den MDR-Rundfunkchor in seiner Größe, seiner Vielgestaltigkeit und seinem einzigartigen Klang erlebbar. Möglich wird dies durch die kreative Struktur der Komposition, deren einzelnen Bausteine sich zu einem mehrdimensionalen Klangpuzzle zusammenfügen. MDR KLASSIK lädt dazu ein, das Werk im Netz spielerisch zu erleben: Das Publikum kann das Wachstum einer Chorkomposition verfolgen – und darin gespiegelt, wie der Chor selbst erneut „zusammenwächst“.

Inhaltlich geben die sechs Teile von „Inseln“ den Gefühlen angesichts der coronabedingten Einschränkungen Ausdruck, von Schwermut über Zorn bis zu Sehnsucht. Dabei bezieht sich Michael Langemann auch auf literarische Inspirationsquellen wie Boccacios „Decamerone“, dessen Erzählungen sich vor dem Hintergrund einer anderen Pandemie, der im Jahr 1348 in Florenz wütenden Pest, entfalten: „Boccaccios Worte aus dem –Decamerone– geben die Bedeutung des freundschaftlichen Trostes in der Abgeschiedenheit wieder, Hölderlins Verse aus –Zornige Sehnsucht– kann man als Reaktion auf den Seelenzustand während des Lockdowns verstehen und Schillers –Ode an die Freude– als Metapher des wachsenden Wunsches, die Vereinzelung zu überwinden und gemeinsam Nähe und Musik live zu erleben. Abschnitte der Sprachlosigkeit wechseln sich mit den drei textierten Teilen ab: Das Summen und die Vokalisen sind als Sinnbild des Verstummens auch der Musik deutbar.“

Der Komponist hat die Struktur von „Inseln“ so angelegt, dass die einzelnen Bausteine in vollständig getrennten Sessions der einzelnen Chorgruppen stattfinden konnten. Realisiert wurden die Aufnahmen mit dem MDR-Rundfunkchor Anfang Juli in der Leipziger Peterskirche unter der künstlerischen Leitung von Philipp Ahmann.

„Die Komposition ist als Ganzes mehr als die Summe der einzelnen Bausteine. Sie steht als Sinnbild für den wachsenden Wunsch, –Inseln– mit anderen Menschen gemeinsam live zu erleben. Das wird erst möglich sein, wenn alle unsere Sängerinnen und Sänger wieder gemeinsam proben und auftreten dürfen. Bis dahin möchte ich herzlich einladen, den MDR-Rundfunkchor und –Inseln– virtuell zu erleben. Wir werden online in sieben Teilen die –Bausteine– dieser Komposition präsentieren, jedes Mal in anderen Konstellationen – eine musikalische Entdeckungsreise quasi in die DNA dieser Komposition!“, so der künstlerische Leiter des MDR-Rundfunkchors.

Zur Uraufführung von „Inseln“ wird Philipp Ahmann am 18. September als Studiogast bei „MDR um 11“ im MDR-Fernsehen das Chorprojekt vorstellen. MDR KLASSIK und MDR KULTUR senden ab dem 12. September vertiefende Beiträge, Gespräche und Hintergründe, z.B. im Chormagazin am 13. September um 19.00 Uhr sowie im MDR KLASSIK-Gespräch am 16. September um 9.35 Uhr.

http://www.mdr-klassik.de

Pressekontakt:

Susanne Odenthal, MDR KLASSIK, (0172) 6 38 05 42 bzw.
mailto:susanne.odenthal@mdr.de.

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/7880/4703780
OTS: MDR Mitteldeutscher Rundfunk

Original-Content von: MDR Mitteldeutscher Rundfunk, übermittelt durch news aktuell

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