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Kommentar / Die neue Unübersichtlichkeit = Von Gianni Costa

Fußball-Nostalgiker geraten an den letzten beiden Spieltagen immer ins Schwärmen. Neun Partien, alle zur gleichen Anstoßzeit. Man erinnert sich gerne mit Wehmut daran, was für ein herrliches Wort-Durcheinander immer wieder samstags die Radio-Konferenz hervorbrachte. Der moderne Fußball braucht indes verschiedene Ausspielzeiten, um sich besser verkaufen zu können. Der Stadionbesucher wird immer unwichtiger. Der Applaus kommt während der Corona-Krise bei den Übertragungen aktuell vom Band. Wirtschaftlich spielen die Fans in den Arenen nur noch eine untergeordnete Rolle. Das fette Geschäft wird mit der TV-Vermarktung gemacht.

Schon vor Corona war klar, dass es keinen neuen Umsatz-Rekord geben würde. In der neuen Rechteperiode zahlen die Sender zusammengerechnet 4,4 Milliarden Euro – etwas weniger als bisher. Der Zuschauer muss dafür in Kauf nehmen, dass der Spieltag immer mehr zerpflückt wird. Der Montag ist zwar komplett verschwunden, dafür gibt es so viele Sonntagspartien wie nie zuvor. Und man wird noch deutlich öfter die Frage hören: Wo und vor allem wann läuft das Spiel eigentlich heute?

Immerhin bleibt den Fans erspart, ein weiteres Abo abschließen zu müssen. Sky bleibt Platzhirsch. Doch der Streamingdienst Dazn macht sich immer breiter, und mit Sat 1 ist völlig überraschend noch ein weiterer Sender dazugekommen – gezeigt werden dort Spiele im Free-TV, Formate wie die „Sportschau“ (ARD) und „Aktuelles Sportstudio“ (ZDF) verlieren weiter an Bedeutung. Bleibt abzuwarten, ob Sat 1 sich tatsächlich wie zu „Ran“-Zeiten etwas Eigenes aufbaut oder mit Sky oder Dazn kooperiert. Alles eine Frage der Wirtschaftlichkeit. Und durch Corona ist mehr als deutlich geworden: Auch im Fußball wird sehr knapp kalkuliert.

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