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Künstlerin Marina Abramovic verarbeitet Scheidungsschmerz an Bayerischer Staatsoper

Die Performancekünstlerin Marina Abramovic, 73, verarbeitet in ihrer aktuellen Inszenierung an der Bayerischen Staatsoper die zehn Jahre zurückliegende Trennung von ihrem Ex-Ehemann, dem italienischen Künstler Paolo Canevari. „Er verließ mich völlig unerwartet. Ich konnte nicht mehr essen, nicht mehr schlafen, ich wollte nur noch sterben“, sagt Abramovic dem ZEITmagazin.

In dieser Zeit habe sie sich der Operndiva Callas sehr nah gefühlt. Ihrer Meinung nach sei diese an einem Herzinfarkt gestorben, nachdem ihr das Herz gebrochen worden sei. „Ich habe mich seither immer gefragt, was es eigentlich bedeutet, ein gebrochenes Herz zu haben?“ Dieses Thema habe sie verarbeiten wollen. „Ich verwandele alles, was mir zustößt, in Kunst.“

Zweifel an ihrem Vorhaben, inmitten der Corona-Pandemie ein Stück über den Tod zu inszenieren, hatte sie nie. „Wer Kunst im Zusammenhang mit dem Tagesgeschehen setzt, der macht keine transzendente Kunst.“ Abramovic weiter: „Corona wird kommen und gehen. Kunst muss gültig bleiben.“

Den Lockdown verbrachte Abramovic in ihrem Haus in Upstate New York. „Ich war allein mit meinem Freund, habe für ihn gekocht und hatte einen ganz normalen Alltag.“ Allen Menschen, die unter den Kontaktbeschränkungen leiden, empfiehlt sie die „Abramovic-Methode“: „Umarmen Sie einen Baum, und klagen Sie dabei über Ihr Leben, mindestens 15 Minuten lang. Zählen Sie Reiskörner. Trinken Sie in Zeitlupe ein Glas Wasser.“ Dies helfe dabei, „die Energie nach innen zu richten, nicht nach außen.“

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