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Meditation – Mehr als ein entspannendes Hobby entdecken

Wenn der Alltag stressig verläuft und wir uns einfach eine Auszeit wünschen, kann Meditation ein perfekter Ausgleich sein. Zum Meditieren werden in den meisten Varianten keine Hilfsmittel benötigt, keine teuren Apps und keine speziellen Matten. Die Art der Meditation und ob sie geführt oder allein erlebt wird, entscheidet darüber, wie intensiv das Erlebnis ist. Doch Meditation ist mehr als ein Hobby. Sie ist religiöse Praxis, spirituelles Instrument und Ruhepol im modernen Tagesablauf.

Woher stammt die Tradition der Meditation?

Seit vielen tausend Jahren meditieren Menschen. Dabei wurde die Meditation historisch und kulturell ganz unterschiedlich erlebt. Die sufistischen Derwische, die zu den Namen Gottes tanzen sind ebenso in ihre Meditation vertieft wie ein buddhistischer Mönch, der sich zum Meditieren in eine Höhle zurückzieht. Neben Buddhisten und Muslimen kennen auch Hindus, Sikhs, Anhänger von Shintotraditionen und zahlreiche neue spirituelle Bewegungen Meditationen. Heute meditieren wir gemeinsam mit der Yogaklasse, im Sportstudio oder auf der heimischen Couch – auch ohne religiösen Hintergrund. Woher diese Art der Bewusstwerdung und Entspannung stammt, ist also schwer zu sagen. Wahrscheinlich meditieren Menschen, seit sie eine Kultur entwickelt haben.

Das passiert im Hirn während einer Meditation

Die Basis für das Meditieren ist der Wunsch, in sich zu gehen und dort etwas zu finden. Die klassische Meditation nach buddhistischen Lehren schickt den Meditierenden auf die Reise in ein Loslösen vom Sein. Es ist allerdings auch möglich, nach Antworten zu forschen, Gedanken aufzubereiten oder über ein Thema zu meditieren, bis wir es ausreichend verstanden haben. Dass das einen Unterschied für unser Hirn macht, konnten Forscher bereits beobachten. Neurologen sehen, während eines MRTs beispielsweise, wie zuvor hektische Hirnregionen wieder in einen Takt kommen oder Bereiche genutzt werden, die sonst nur im Traum aktiv sind. Doch beim Meditieren sind wir wach und können diese Erfahrungen nutzen.

Meditation – So finden Anfänger einen guten Einstieg

Ist eine Meditation ein ernstes Anliegen? Das kommt sehr darauf an, wen man fragt. Das Zentrum für Weiße Magie beispielsweise empfiehlt, Meditationen als etwas zu betrachten, das Spaß macht und daher Belohnung für eine gelungenen Tag sein kann wie ein Stück Schokolade. Was wir mit dieser Belohnung erleben, liegt dann ganz an uns. Das Zentrum bietet geführte Meditationen zu Gesundheit, Liebe, spiritueller Erfüllung und vielem mehr an. Ein Mönch hingegen würde sich mit einer Meditation nicht belohnen, sondern sieht sie als Teil der religiösen Praxis an, ein Werkzeug das ihm dazu verhilft, der Göttlichkeit näher zu kommen. Anfänger sollten sich daher nicht davor scheuen, Meditationen einfach einmal auszuprobieren.

Einfache Meditation für jeden Anlass

  1. Ausreichend Zeit für die Meditation schaffen, mindestens jedoch 20 Minuten
  2. Einen Raum suchen, der möglichst still ist und von Unbefugten nicht betreten wird
  3. Entspannt auf ein Kissen, einen Teppich oder einen Stuhl setzen
  4. Wecker (langsam lauter werdender Signalton) stellen für die gewünschte Zeit
  5. Augen schließen und auf die Atmung hören, von 1 bis 10 atmen und neu beginnen
  6. Gedanken schweifen lassen oder auf ein Thema konzentrieren
  7. Aufkommende Gedanken anderer Art beiseiteschieben für später
  8. Zeit genießen und mit Einsetzen des Signals langsam zurück in den Alltag kommen
  9. Eventuelle Gedanken während der Meditation notieren, um sie „abzulegen“ für spätere Beschäftigung

Geführte Meditation oder ruhige Meditation allein?

Nicht jeder benötigt religiösen Chorgesang, ein Mantra, Musik oder eine geführte Geschichte, um eine für sich angenehme Meditation zu erleben. Als Hobby ist es angenehm, mit diesen Kulissen zu arbeiten, um aus dem Meditieren ein kleines Event zu machen. Doch auf lange Sicht können Musik und Geräusche eher von der Konzentration auf den eigenen Körper und die Gedanken ablenken. Bei geführten Meditationen geht es oft auch um Sympathie den Sprechern und Kursleitern gegenüber. Einsteiger sollten beides einmal ausprobiert haben, um zu wissen, was für sie besonders gut passt. In jedem Fall ist eine Meditation ein Erlebnis, das nachhaltig prägen oder durch seine Eindrücklichkeit sogar abschrecken kann. Wer sich an diese Erfahrung nicht allein herantrauen möchte, hat die Wahl zwischen zahlreichen Anbietern für Meditations-Apps und geführten Gedankenreisen zu vielen Themen und Problemlagen.