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NOZ: Sky: Wegen Bayern-Dominanzüber andere Verteilung der Fernsehgelder nachdenken

Sky: Wegen Bayern-Dominanz über andere
Verteilung der Fernsehgelder nachdenken

Sportchef des Pay-TV-Senders: Das täte dem Fußball wahrscheinlich
gut

München. Obwohl der Pay-TV-Sender Sky mit den Übertragungen der
Fußball-Bundesliga sehr zufrieden ist, wünscht sich Sky-Sportchef
Roman Steuer mehr Spannung und Emotionalität. Das sagt der Executive
Vice President des Senders in einem Interview der „Neuen Osnabrücker
Zeitung“ (Samstag).

Angesichts der Dominanz des FC Bayern München regt Steuer an, über
eine andere Verteilung der Fernsehgelder nachzudenken. „Ich wünsche
mehr Mut bei der Erstellung des Verteilungsschlüssels“, sagt der
Medien-Manager, „wenn die Liga ausgeglichener ausgestattet würde,
täte das dem Fußball wahrscheinlich gut.“

Bei den Interviews nach dem Spiel wünscht sich Steuer mehr
Emotionalität, „wie wir es aus dem DFB-Pokal oder von den Olympischen
Spielen kennen“. Es sei grundsätzlich positiv, wenn Leidenschaft
durchbreche, „denn das nimmt den Zuschauer mit ins Stadion.“

In Italiens Serie A sei es üblich, dass Kameras Bilder – ohne Ton
– aus den Kabinen liefern. „Auch das bringt den Fan näher heran, aber
bei uns wollen die Vereine das tendenziell nicht. Jedenfalls nicht im
Fernsehen, manchmal aber über die Social-Media-Kanäle der Spieler
oder im Vereins-TV.“ Man sei mit den Bundesliga-Clubs zu diesen
Themen im Gespräch.

Grundsätzlich fällt die Sky-Bilanz der Bundesliga-Saison 2017/18
positiv aus. „Es war die erfolgreichste Saison in der Geschichte
unseres Senders“, sagt Steuer und verweist auf eine durchschnittliche
Reichweite von vier Millionen Zuschauern. Ohne Berücksichtigung der
Montag- und Freitagspiele, die seit der letzten Saison von Eurosport
übertragen werden, liege der Reichweitenzuwachs bei 34 Prozent.

Als „fernsehhistorisch“ bewertet der Sportchef des Pay-TV-Senders
die Entwicklung in der Champions League, die ab der Saison 2018/19
ausschließlich im Bezahl-Fernsehen live zu sehen sein wird. Erstmals
werde ein „Kernrecht des Sports“ im Free-TV nicht mehr vermarktet.
„Viele Fußballfreunde haben das noch gar nicht so richtig
mitbekommen“, vermutet Steuer, „aber das wird sich spätestens nach
der Auslosung am 30. August ändern.“

Sky teilt sich die Rechte der Königsklasse, die bisher zu Teilen
auch vom ZDF genutzt wurden, ab der neuen Saison mit dem
Streamingdienst dazn. „Wir freuen uns auf diesen Wettbewerb, allein
schon deshalb, weil uns erst diese Konkurrenz in die Lage versetzt
hat, die Champions League-Rechte aus dem Free-TV herauszuholen“, sagt
Steuer, der mit signifikantem Wachstum durch die Exklusivität
rechnet: „Die Zahl unserer Kunden wird sich definitiv erhöhen, wir
sehen da großes Potenzial.“

Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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