30 Jahre Reiseerfahrung in einem Notfallsystem: Dennis Besseler veröffentlicht „Sicherheit auf Reisen“

30 Jahre Reiseerfahrung in einem Notfallsystem: Dennis Besseler veröffentlicht „Sicherheit auf Reisen“

Gerade in der Hauptreisezeit stellt sich eine praktische Frage: Was wissen Angehörige eigentlich, wenn auf einer Auslandsreise plötzlich etwas passiert? Dennis Besseler zeigt in seinem neuen Buch, wie sich eine persönliche Grundsicherung für den Ernstfall in rund 30 Minuten organisieren lässt.

Reisepass, Auslandskrankenversicherung, medizinische Informationen, Notfallkontakte – viele Reisende haben diese Informationen irgendwo gespeichert. Schwierig wird es, wenn der Reisende selbst nicht mehr darauf zugreifen kann und Angehörige zu Hause helfen wollen, aber nicht wissen, wo sie anfangen sollen.

Genau hier setzt das neue Buch „Sicherheit auf Reisen – Die Notfall-Checkliste für Reisende und Angehörige“ von Dennis Besseler an. Statt allgemeiner Sicherheitstipps führt das Buch Schritt für Schritt durch den Aufbau einer persönlichen Notfallorganisation.

Die Grundsicherung in 30 Minuten

Der Einstieg ist bewusst einfach gehalten. In rund 30 Minuten werden eine Notfallkarte erstellt, zwei Vertrauenspersonen benannt und eine klare Regel vereinbart, wann diese aktiv werden. Anschließend kann daraus ein vollständiges Vorsorgesystem aufgebaut werden.

Im Zentrum stehen vier Bausteine: Notfallkarte, Handlungsblatt für Angehörige, digitale Reiseakte und Vollmachtenpaket. Die Unterlagen werden bestimmten Personen und Aufbewahrungsorten zugeordnet, damit wichtige Informationen im Ernstfall nicht erst gesucht werden müssen.

Das Buch behandelt unter anderem medizinische Informationen, Versicherungen, Geld und Karten, Behörden und amtliche Vorsorge, Zugänge und Wiederherstellung sowie die organisatorische Vorbereitung von Angehörigen. Ein Probealarm, ein fester Reiserhythmus und eine jährliche Überprüfung sollen dafür sorgen, dass die Vorsorge nicht nur einmal eingerichtet wird, sondern funktionsfähig bleibt.

Vorbereitung statt Sicherheitsversprechen

Das Buch verspricht ausdrücklich nicht, Notfälle verhindern zu können. Es ist eine organisatorische Anleitung und ersetzt weder medizinische noch rechtliche oder behördliche Hilfe. Ziel ist vielmehr, wichtige Informationen bereits vor einer Reise so vorzubereiten, dass Reisende und Angehörige in einer Ausnahmesituation schneller Orientierung gewinnen und Hilfe organisieren können.

Auch die Rolle der Angehörigen ist klar begrenzt. Das System beruht auf Freiwilligkeit. Standortfreigaben und Meldezeiten bestimmt die reisende Person selbst. Die Vorbereitung soll unterstützen und keine Kontrolle über einen anderen Menschen schaffen.

Grundlage ist ein einfaches Orientierungsmodell: Wahrnehmen ? Einordnen ? Entscheiden ? Handeln.