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Badevergnügen mit Abstand: BUND-Gewässerexpertin Lilian Neuer zu sicherem und naturverträglichem Baden in Zeiten von Covid-19 (AUDIO)

Wiederholung des O-Tons (Audio) vom 23. Juli 2020

Lilian Neuer, Gewässerexpertin des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), im Gespräch mit BUND-Pressereferentin Judith Freund über naturverträgliches und sicheres Baden, auch in Zeiten von Covid-19 (Interview: 3:39 Minuten):

Anmoderationsvorschlag: Was geht an heißen Sommertagen über einen Sprung ins kalte Nass? Doch nicht alle baden gerne in Chlorwasser. Und die aktuellen Corona-Auflagen sind zwar notwendig, können den Freibad-Spaß jedoch erheblich trüben. Eine Alternative bieten Seen und Naturgewässer. Allerdings ist Baden nicht überall erlaubt, mancherorts kann es sogar gefährlich sein. Wir sprechen mit Lilian Neuer, Gewässerexpertin beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) über naturverträgliches und sicheres Badevergnügen in Zeiten von Covid-19.

Erste Frage: Frau Neuer, wo darf man generell eigentlich baden?

O-Ton 1 (Lilian Neuer, 25 Sek.): „Immer baden darf man an offiziell ausgewiesenen Badestellen und Naturbädern. Davon gibt es ungefähr 2000 Stück an Deutschlands Küsten, Seen und Flüssen. Man darf aber auch wild baden, also das Baden außerhalb von offiziellen Badestellen. Das ist nicht grundsätzlich verboten. Baden gehört vielerorts zum Gemeingebrauch, aber das regeln die Bundesländer dann einzeln.“

Zweite Frage: Und woran erkennen Badende vor Ort, dass sie hier nicht baden dürfen?

O-Ton 2 (Lilian Neuer, 22 Sek.): „Vor Ort gibt es Verbotsschilder, die man unbedingt beachten sollte und sich dann dementsprechend einen anderen See lieber aussuchen sollte. Solche Verbotsschilder können nur zeitweise, aber genauso auch dauerhaft aufgestellt sein. Das kann zum Beispiel auf Grund von erheblichem Schiffsverkehr sein, oder auch auf Grund von Blaualgen oder zum Schutz der Natur.“

Dritte Frage: Wo kann man sich darüber informieren, wo Baden erlaubt ist?

O-Ton 3 (Lilian Neuer, 25 Sek.): „Informieren kann man sich auf der Internetseite des Umweltbundesamts. Dort gibt es eine Deutschlandkarte, die einen dann an die jeweiligen Bundesländer und an dessen Badestellen weiterleitet. Die Bundesländer sind nämlich für diese offiziellen Badestellen zuständig und überwachen hier auch die Wasserqualität. Wir empfehlen, sich vorab zu informieren, ob das Baden vor Ort erlaubt ist, damit man dann vor Ort keine Enttäuschung erlebt.“

Vierte Frage: Woran kann man denn die Wasserqualität eines Gewässers erkennen?

O-Ton 4 (Lilian Neuer, 51 Sek.): „Anhaltspunkte für eine gute Wasserqualität kann man zum Beispiel an glasklarem Wasser erkennen. Riecht der See hingegen faulig, dann bedeutet das, dass er einen extrem niedrigen Sauerstoffgehalt hat. Pflanzen und Tiere sind hier abgestorben und bieten eine ideale Lebensgrundlage für Bakterien. Solche Gewässer sollte man dann meiden. Besonders vorsichtig sollte man auch bei trübem Wasser sein oder wenn eine Schlierenbildung von grün-blau schimmerndem Wasser vorliegt. Hier könnten der Auslöser dieser Färbung Cyanobakterien sein, also sogenannte Blaualgen. Von diesen Blaualgen geht dann eine besondere Gefahr für die Gesundheit aus. Bei Verschlucken oder Hautkontakt können schwere gesundheitliche Beeinträchtigungen ausgelöst werden. Vor allem Kinder, Schwangere und Hunde sind davon gefährdet. Gemeinden sprechen dann meist auch ein Badeverbot aus.“

Fünfte Frage: An welchen Orten sollte nicht gebadet werden?

O-Ton 5 (Lilian Neuer, 39 Sek.): „Vorsichtig sollte man sein, wenn im Wasser Algenteppiche zu sehen sind oder auch, wenn tote Fische an der Wasseroberfläche treiben. Als Faustregel kann man sagen: Wenn beim knietiefen Stehen im Wasser die Füße kaum noch oder gar nicht erkennbar sind, dass man dort lieber nicht badet. Wir raten außerdem vom Baden ab, wenn in nächster Nähe der Badestelle landwirtschaftliche Nutzung stattfindet oder wenn sichtbar Abwasser eingeleitet wird. Ein weiterer Anhaltspunkt können viele Wasservögel auf dem See sein, eine Entenfutterstelle in nächster Nähe der Badestelle oder auch ein sumpfiges und pflanzendurchwachsenes Gewässer.“

Sechste Frage: Worauf sollten Badende noch achten?

O-Ton 6 (Lilian Neuer, 27 Sek.): „Beachten sollte man unbedingt die ausgewiesenen Schutzzonen. Mit der Tier- und Pflanzenwelt im See und auch an den Ufern sollte stets pfleglich umgegangen werden. Außerdem sollte man nicht bei Gewittern baden und auch nicht in unbekannte Gewässer springen. Gerade Baggerseen können besonders gefährlich sein, wenn das Baden nicht ausdrücklich erlaubt ist, da zum Beispiel die Ufer steil abfallen können oder auch locker sein können.“

Abmoderationsvorschlag: Vielen Dank für das Gespräch, Lilian Neuer. Sie ist Gewässerexpertin beim BUND und hat mit uns über naturverträgliches und sicheres Baden in Zeiten von Covid-19 gesprochen.

Der O-Ton (Audio) als Download: http://www.bund.net/badeseen_audio

Interview: 3:39 Minuten. Alle O-Töne des BUND können Sie als mp3-Datei herunterladen, bearbeiten und lizenzfrei für Medienberichte verwenden: http://www.bund.net/service/presse/pressebilder

Weitere Informationen zum Thema: Den Inhalt dieses Gesprächs finden Sie auch als BUND-Ökotipp unter: http://www.bund.net/bund-tipps/detail-tipps/tip/badevergnueg en-in-zeiten-von-abstand-und-pandemie

Pressekontakt:

Pressekontakt: Lilian Neuer, BUND-Gewässerexpertin, E-Mail: lili
an.neuer@bund.net bzw. Judith Freund, BUND-Pressereferentin, Tel. 030-27586-425,
E-Mail: judith.freund@bund.net

BUND-Pressestelle:
Sigrid Wolff | Daniel Jahn | Judith Freund | Heye Jensen
Tel. 030-27586-425 | -531 | -497 | -464 | E-Mail: presse@bund.net,
http://www.bund.net

Sie erreichen die BUND-Pressestelle zurzeit vorrangig mobil:
Judith Freund: 0176-476 841 64
Heye Jensen: 01590-633 23 72

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/7666/4662516
OTS: BUND

Original-Content von: BUND, übermittelt durch news aktuell

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