Bio-Kulinarik im Tiroler Winter: Wie gelingt regionaler Genuss, wenn draußen Schnee liegt?

Bio-Kulinarik im Tiroler Winter: Wie gelingt regionaler Genuss, wenn draußen Schnee liegt?

Regional zu kochen bedeutet im Winter vor allem, mit dem verfügbaren Angebot umzugehen. Lagerfähige Lebensmittel gewinnen an Bedeutung. Ebenso Produkte, die unabhängig von der Erntesaison regional erzeugt oder verarbeitet werden können. Gleichzeitig erweitert ein bewusster Einkauf das Angebot dort, wo eine Versorgung aus der unmittelbaren Umgebung saisonbedingt nicht möglich ist.

Bio-Qualität kennt keine Winterpause

Während sich das regionale Angebot mit den Jahreszeiten verändert, bleibt der Anspruch an Bio-Qualität bestehen. Genau hier setzen beispielsweise die Standards der BIO HOTELS an. Die Mitgliedsbetriebe verpflichten sich zu zertifizierter Bio-Qualität bei den eingesetzten Lebensmitteln. Auch Regionalität und möglichst kurze Transportwege spielen innerhalb des Konzepts eine wichtige Rolle. Die Einhaltung der Standards wird regelmäßig durch unabhängige Kontrollstellen überprüft.

Wie sich diese Vorgaben im Alltag umsetzen lassen, zeigt sich besonders gut an einer Mahlzeit, die viele Produkte miteinander verbindet: dem Frühstück. Brot und Gebäck, Milchprodukte, Käse, Eier, Honig, Marmeladen, Müslis und Cerealien bieten auch während der Wintermonate eine breite Grundlage für ein abwechslungsreiches Buffet. Obst und Gemüse ergänzen das Angebot entsprechend der saisonalen Verfügbarkeit. Ein Bio-Frühstück muss im Winter also keineswegs weniger vielfältig sein. Es orientiert sich lediglich stärker daran, was zu dieser Jahreszeit sinnvoll verfügbar ist.

Genau darin liegt ein wesentlicher Gedanke saisonaler Küche: Der Winter soll kulinarisch nicht wie der Sommer aussehen. Stattdessen rücken jene Produkte stärker in den Mittelpunkt, die zur Jahreszeit passen und unter den jeweiligen Bedingungen sinnvoll angeboten werden können.

Rastbichlhof setzt Bio-Kulinarik im Tiroler Winter um

Wie dieses Prinzip im touristischen Alltag funktioniert, zeigt der Rastbichlhof in Neustift im Stubaital. Das familiengeführte 4-Sterne-Hotel ist seit 2023 Mitglied der BIO HOTELS und das einzige Haus dieser Vereinigung im Stubaital.
Für Gastgeber Andreas Steuxner gehört die Auseinandersetzung mit der saisonalen Verfügbarkeit deshalb zum Küchenalltag.

„Regionalität funktioniert im Winter anders als im Hochsommer. Wir können die Jahreszeiten nicht wegkochen und wollen das auch gar nicht“, sagt Steuxner. „Entscheidend ist, bewusst einzukaufen, saisonal zu denken und unsere Bio-Qualität das ganze Jahr konsequent einzuhalten.“

Besonders gut lässt sich das am Frühstücksbuffet des Rastbichlhofs erkennen. Auch während der Wintersaison erwartet die Gäste eine große Auswahl an Bio-Produkten. Dabei wird das Angebot an die Jahreszeit angepasst und mit regional verfügbaren Lebensmitteln kombiniert.

Für Steuxner liegt darin kein Widerspruch: „Ein Bio-Frühstück muss im Winter nicht weniger abwechslungsreich sein“, sagt Steuxner. „Die Zusammenstellung verändert sich, aber unser Anspruch an Qualität und Bio bleibt derselbe.“

Über den Rastbichlhof

Der Rastbichlhof zeigt damit als Bio-Hotel-Pionier im Stubaital, dass konsequente Bio-Kulinarik auch mitten im Tiroler Winter funktioniert. Entscheidend dafür sind ein bewusster Einkauf, regionale Partnerschaften und eine Küche, die sich an den natürlichen Möglichkeiten der Saison orientiert.