Elementarschäden im Freizeitsegment: Was Dauercamper über ihren Standplatz wissen sollten

Dauercamping bedeutet für viele Menschen ein zweites Zuhause im Grünen. Wohnwagen, Vorzelt, Schutzdach und Terrasse bleiben über Jahre am selben Ort – und sind damit dauerhaft den regionalen Wetter- und Naturgefahren ausgesetzt. Gerade Elementarschäden verdienen deshalb nach Einschätzung des Versicherungsspezialisten Jahn & Partner besondere Aufmerksamkeit.

„Beim klassischen Wohnmobil oder Reisewohnwagen verändert sich der Standort regelmäßig. Beim Dauercamping ist das anders. Das Fahrzeug steht dauerhaft an derselben Stelle und ist damit auch dauerhaft den spezifischen Risiken dieses Standorts ausgesetzt“, erklärt Daniel Brachmeier, Versicherungsexperte von Jahn & Partner.

Beim Stichwort Elementarschaden denken viele Camper zunächst an Hochwasser und damit an Standplätze unmittelbar an Flüssen oder Seen. Doch auch abseits von Gewässern können extreme Niederschläge zum Problem werden.

Starkregen, Oberflächenwasser oder eine ungünstige Geländelage können dazu führen, dass sich Wasser auf einzelnen Bereichen eines Campingplatzes sammelt. Bereits innerhalb derselben Anlage können sich die Bedingungen von Parzelle zu Parzelle unterscheiden.

„Ein Standplatz in einer Senke ist anders zu beurteilen als eine höher gelegene Parzelle. Ebenso können Hanglage, Bodenbeschaffenheit und Entwässerung eine Rolle spielen. Deshalb sollte man beim Dauercamping tatsächlich den konkreten Standort betrachten“, so Brachmeier.

Auch die Region beeinflusst, welche Naturgefahren für Dauercamper besonders relevant sein können. Während in Küstenregionen Sturmereignisse eine größere Bedeutung haben können, kommen in Mittelgebirgs- und Alpenregionen beispielsweise Schneelast oder lokal unterschiedliche Niederschlagsereignisse hinzu. In der Nähe von Flüssen und anderen Gewässern wiederum rückt das Hochwasserrisiko stärker in den Fokus.

Hinzu kommt der unmittelbare Standplatz selbst: Große Bäume, Gefälle, Senken oder die Lage am Rand eines Campingplatzes können das individuelle Schadenrisiko beeinflussen.

Brachmeier empfiehlt deshalb, sich nicht allein auf die Erfahrung vergangener Jahre zu verlassen: „Dass an einem Standplatz zehn oder zwanzig Jahre nichts passiert ist, bedeutet nicht automatisch, dass Naturgefahren dort keine Rolle spielen. Gleichzeitig muss man Risiken auch nicht dramatisieren. Entscheidend ist, sie zu kennen und den Versicherungsschutz darauf abzustimmen.“

Ein weiterer Aspekt wird nach Erfahrung des Versicherungsspezialisten häufig unterschätzt: Der tatsächliche Wert eines Dauerstellplatzes wächst mit den Jahren.

Zum Wohnwagen kommen Vorzelt, Schutz- oder Winterdach, Terrasse, Gartenmöbel, technische Ausstattung und persönliches Inventar. Aus einem ursprünglich einfachen Campingfahrzeug kann so ein hochwertig ausgestattetes zweites Zuhause werden.

Im Schadenfall stellt sich deshalb nicht nur die Frage, ob der Wohnwagen versichert ist, sondern auch, welche Anbauten und Ausstattungsgegenstände vom bestehenden Versicherungsschutz tatsächlich erfasst werden.

Jahn & Partner beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Versicherungslösungen für Wohnmobile, Wohnwagen und Dauercamper. Gerade die Besonderheiten von Freizeitfahrzeugen und dauerhaft genutzten Campingobjekten unterscheiden sich in vielen Punkten von klassischen Kraftfahrzeug- oder Hausratrisiken.

Für Dauercamper, die bereits einen festen Stellplatz besitzen, empfiehlt Daniel Brachmeier einen regelmäßigen Abgleich zwischen dem tatsächlichen Zustand der Parzelle und dem bestehenden Versicherungsschutz. Wer für 2027 einen neuen Dauerstellplatz sucht, sollte die Standortbedingungen dagegen bereits bei der Auswahl berücksichtigen.

„Dauercamper investieren viel Zeit und Geld in ihren Platz. Ein kurzer Blick auf mögliche Elementarrisiken und die Frage, ob Wohnwagen, Anbauten und Inventar dazu passend abgesichert sind, gehört für mich deshalb genauso zur Saisonvorbereitung wie die technische Kontrolle des Fahrzeugs.“

Welche Risiken am Standplatz häufig übersehen werden und worauf Dauercamper bei Elementarschäden und regionalen Unterschieden achten sollten, erläutert Jahn & Partner ausführlich im aktuellen Magazinbeitrag Dauercamping 2027: Diese Risiken am Standplatz werden oft unterschätzt.