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Mehr als nur Erholungsraum! – Was der Wald alles leistet (AUDIO)

Anmoderationsvorschlag: Spazieren im Wald ist im letzten Jahr sowas wie ein neuer Volkssport geworden. Kein Wunder, denn der nächste Wald ist einfach schöner als die eigenen vier Wände und bietet auch deutlich mehr Abwechslung. Dem deutschen Wald geht es allerdings alles andere als gut. Auch wenn es in den vergangenen Monaten teilweise ziemlich viel geregnet hat, konnte das die viel zu trockenen letzten Jahre nicht wettmachen. Um es deutlicher zu sagen: Der Wald ist im dramatischen Trocken-Stress. Dabei brauchen wir den Wald – nicht nur als Erholungsort, sondern für viele andere wichtige Aufgaben. Welche genau und welche Konflikte dabei entstehen können, darüber hat sich Jessica Martin mal schlau gemacht.

Sprecherin: Der Wald hat für uns wirklich enormen Nutzen – ganz abgesehen von seiner Schönheit und dem Erholungsfaktor – und zwar durch die sogenannten Ökosystemleistungen, erklärt Prof. Peter Elsasser vom Institut für Internationale Waldwirtschaft und Forstökonomie am Thünen-Institut:

O-Ton 1 (Prof. Peter Elsasser, 11 Sek.): „Holz, Klimaschutz, sauberes Wasser, eine schöne Gegend zum Wandern und Fahrradfahren oder Heimat. Das alles liefern die Wälder – zumindest solange sie gesund sind und die Menschen vernünftig mit ihnen umgehen.“

Sprecherin: Leider ist das nicht immer der Fall – da der Wald unter anderem auch für wirtschaftliche Interessen herhalten muss. Erstens in der Holzproduktion, hier werden jährlich immerhin ungefähr 180 Milliarden Euro Umsatz gemacht…

O-Ton 2 (Prof. Peter Elsasser, 24 Sek.): „Das zweite ist zum Beispiel sauberes Wasser: Jedes Wasserwerk, das sein Grundwasser aus dem Wald bekommt und deswegen kein Nitrat rausfiltern muss, spart dadurch bares Geld. Und das dritte ist: Wenn Leute in den Wald gehen, erholen sie sich dort, werden weniger krank und fühlen sich wohl, sonst würden sie ja nicht hingehen. Das ist ja sowieso eigentlich das Ziel der Wirtschaft: Es geht nicht um Geld, sondern es geht darum, dass es den Leuten besser geht. Und dazu leistet der Wald eine ganze Menge.“

Sprecherin: Deshalb darf er natürlich auf keinen Fall ausgebeutet werden. Vollständig auf Holz aus heimischen Wäldern zu verzichten, ist aber auch nicht nötig.

O-Ton 3 (Prof. Peter Elsasser, 15 Sek.): „Wir verbrauchen in Deutschland schließlich eine ganze Menge Holz und Papier, ungefähr 130 Millionen Festmeter pro Jahr. Das sollten wir besser aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern holen, wie es sie in Europa gibt, als aus irgendwelchen internationalen Quellen, wo das mit der Nachhaltigkeit oft sehr viel zweifelhafter ist.“

Sprecherin: Selbstverständlich kann jeder von uns auch seinen Beitrag zum Wald-Erhalt leisten. Wenn wir bei unseren Ausflügen einige einfache Regeln beherzigen.

O-Ton 4 (Prof. Peter Elsasser, 24 Sek.): „Na, denken Sie dran, dass Sie im Wald zu Gast sind. Auf der einen Seite gehört der Wald ja irgendwem, der Sie sein Eigentum mit nutzen lässt. Gehen Sie schonend, und vielleicht auch ein bisschen dankbar damit um. Auf der anderen Seite sind Sie zu Gast in der Natur. Auch da: Seien Sie respektvoll, – seien Sie leise, hören Sie genau hin, hören Sie die Vögel singen, und vielleicht sehen Sie auch ein Reh. Jedenfalls: Sehen Sie, wie schön die Natur ist, und genießen Sie das!“

Abmoderationsvorschlag: Ein Drittel Deutschlands ist mit Wald bedeckt. Dieses grüne Drittel erbringt enorme Leistungen. Wer mehr wissen darüber möchte, wie nachhaltige Waldbewirtschaftung genau aussieht und wie der Wald für die Anforderungen des Klimawandels fit gemacht wird, wird auf der Internetseite des Kompetenz- und Informationszentrums Wald und Holz www.kiwuh.de der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe fündig.

Pressekontakt:

Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.
Nicole Paul
Tel.: 03843/6930-142
Mail: n.paul@fnr.de

Original-Content von: FNR Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe, übermittelt durch news aktuell

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