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Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub: Leitfragen für Arbeitgeber zur Ferienprogrammplanung

Ferienzeiten stellen nicht nur erwerbstätige
Eltern vor Herausforderungen. Die schul- und betreuungsfreien Phasen
ringen auch Arbeitgebern besonderes Koordinationsgeschick ab. Nehmen
Beschäftigte mit Kindern im betreuungspflichtigen Alter gebündelt in
den Schulferien Urlaub, ist schließlich der reibungslose
innerbetriebliche Ablauf gefährdet. Mit den aktuellen Leitfragen
unterstützt die berufundfamilie Service GmbH Arbeitgeber darin,
Ferienbetreuungsangebote aufzubauen und damit langfristig planbare
Lösungen für die Kinder der Mitarbeitenden zu finden.

Oliver Schmitz, Geschäftsführer der berufundfamilie Service GmbH,
gibt zu bedenken: „Erwerbstätige haben in Deutschland pro Jahr
durchschnittlich rund 29 Tage Urlaub. Die Ferienzeiten sind mehr als
doppelt so lang. So lange Kinder Betreuung brauchen, muss diese Lücke
geschlossen werden. Da sich die Frage nach der Ferienbetreuung nicht
nur einmalig stellt – sondern mit jeder Ferienphase aufkommt -, ist
die Entwicklung eines Gerüsts an Maßnahmen zu empfehlen, das bei
Bedarf zu erweitern oder zu verringern ist. Ein Ferienprogramm sollte
ein geplantes und verlässliches Angebot des Arbeitgebers sein, dass
mit Notfalllösungen ergänzt werden kann.“

Grundlegend gibt es fünf idealtypische Modelle der betrieblich
unterstützten Ferienbetreuung. In der gelebten Praxis zeigt sich
häufig, dass diese Modelle mit einander verwoben werden. Welche
Lösungen gewählt werden, hängt nicht nur vom Ausmaß des Bedarfs an
Ferienbetreuung ab, sondern auch von dem zur Verfügung stehenden
Personal sowie Budget. Es lohnt sich eine detaillierte Abwägung, bei
der die folgenden Leitfragen der berufundfamilie eine Hilfestellung
geben:

Modell 1: Planung eines eigenen betriebsinternen Ferienprogramms

Sind geeignete Räumlichkeiten (auf dem eigenen oder angemieteten
Gelände) vorhanden? Gibt es genügend Betreuungspersonal und sind
Versicherungsfragen geregelt? Sind Verpflegung, adäquates Spielzeug
und weitere notwendige Materialien vorhanden? Sind die Kosten
gedeckelt? Wie sieht das Programm im Detail aus? Gibt es ein
Bildungsangebot, z.B. ein Wissenswettbewerb?

Modell 2: Ferienprogramm in Kooperation mit einem anderen
Arbeitgeber oder einer Institution

Besteht die Möglichkeit, mit der Kommune, einem lokalen Verein,
einer kirchlichen Organisation oder einem Wohlfahrtsverband ein
spezielles für den Betrieb besonders geeignetes Ferienprogramm
zusammenzustellen? Welche Rolle übernimmt der Arbeitgeber
(Sponsoring, Kostenübernahme), welche der andere Partner? Welche
Kosten fallen an? Kann gegebenenfalls ein subventioniertes Programm
genutzt werden? Gibt es einen anderen Arbeitgeber in der Nähe, mit
dem gemeinsam ein Ferienprogramm ins Leben gerufen werden kann? Falls
ja, welcher der Arbeitgeber übernimmt die Verantwortung für das
Programm, wer hat welche Aufgaben und wie wird dies organisiert? Soll
zudem ein externer Dienstleister hinzugebucht werden?

Modell 3: Einklinken in ein bestehendes Ferienprogramm anderer
Institutionen

Welches Ferienprogramm welcher Institution eignet sich, um sich
als Arbeitgeber anzuschließen? Passen die Öffnungszeiten des
Programms und das Alter der teilnehmenden Kinder auf die Bedürfnisse
der Beschäftigten? Wie genau sieht die Kostenbeteiligung aus – über
Sponsoring, Kostenübernahme einzelner Programmpunkte oder der
Verpflegung? Kann mit der Hinzugewinnung eines anderen Unternehmens
eine höhere Zahl der teilnehmenden Kinder und damit eine
Kostenreduktion erreicht werden?

Modell 4: Einschalten eines externen Dienstleisters zum Zwecke der
Betreuung

Ist es aus zeitlichen und organisatorischen Gründen angezeigt, die
Planung und Durchführung der Ferienbetreuung an einen externen
Dienstleister zu übergeben? Sind die Kosten für einen externen
Anbieter tatsächlich höher als bei eigener Organisation? Wie
transparent sind die Kosten des Dienstleisters? Können die Kosten
über mehrere Jahre getragen werden? Kann gemeinsam mit einem anderen
Arbeitgeber ein Dienstleister beauftragt und damit Kosten gesenkt
werden?

Modell 5: Unterstützung der Beschäftigten bei der Suche nach
Ferienbetreuungsangeboten

Welcher Aufwand besteht darin, externe Ferienbetreuungsangebote zu
listen? Wer ist zuständig und Ansprechpartner*in für interessierte
Beschäftigte? Reichen die externen Angebote aus, um den Bedarf an
Betreuung zu decken? Decken die Öffnungs- bzw. Angebotszeiten die
Freizeiten der Kinder der Beschäftigten tatsächlich ab? Ist eine
finanzielle Unterstützung der Beschäftigten bei der Nutzung externer
Angebote möglich? Kann ggf. ein Vermittlungsservice eingeschaltet
werden, der Beschäftigte bei der Suche nach passenden Angeboten
unterstützt?

Oliver Schmitz ergänzt: „Schon die Vermittlung von
Betreuungsangeboten stellt eine wesentliche Entlastung für
beschäftigte Eltern dar. Maßnahmen zur Ferienbetreuung müssen also
nicht kostenintensiv oder organisatorisch aufwendig sein. Die
Prämisse bleibt aber: Eltern müssen ihre Kinder gut versorgt wissen
und beruhigt ihrer Arbeit nachgehen können. So lassen sich Ausfälle
weitestgehend vermeiden. Und Ferienprogramme bewirken oft noch mehr:
Sie können – je nach Modell – die Kooperation und Vernetzung mit
Institutionen oder anderen Arbeitgebern fördern, sie zahlen auf die
Corporate Social Responsibility des Arbeitgebers ein und sind ein
Aspekt, der sich in der Öffentlichkeitsarbeit rund um die familien-
und lebensphasenbewusste Ausrichtung des Arbeitgebers ideal
platzieren lässt.“

Die berufundfamilie Service GmbH ist Dienstleister und der Think
Tank im Themengebiet Vereinbarkeit von Beruf, Familie und
Privatleben. Ihr zentrales Angebot ist das audit berufundfamilie/
audit familiengerechte hochschule, das von der Gemeinnützigen
Hertie-Stiftung initiiert wurde. Einsetzbar in allen Branchen und
unterschiedlichen Betriebsgrößen, erfasst das audit den Status quo
der bereits angebotenen familien- und lebensphasenbewussten
Maßnahmen, entwickelt systematisch das betriebsindividuelle Potenzial
und sorgt mit verbindlichen Zielvereinbarungen dafür, dass
Familienbewusstsein in der Unternehmenskultur verankert wird. Nach
erfolgreichem Abschluss dieses Prozesses entscheidet ein
unabhängiges, prominent mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft,
Politik und Verbänden besetztes Kuratorium über die Erteilung des
Zertifikats zum audit. Die praktische Umsetzung wird von der
berufundfamilie Service GmbH jährlich überprüft. Nach jeweils drei
Jahren können zweimal im Rahmen von Re-Auditierungen weiterführende
personalpolitische Ziele vereinbart werden. Daran (erstmalig nach
neun Jahren) schließt sich das Dialogverfahren an. Nur bei
erfolgreicher Durchführung des Dialogverfahrens darf der Arbeitgeber
das Zertifikat weiterführen. Seit 1998 wurden rund 1.800 Arbeitgeber
mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet. Die berufundfamilie
Service GmbH besitzt die europaweite Lizenz für das audit.
Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey trägt die
Schirmherrschaft für das audit, das von den Spitzenverbänden der
deutschen Wirtschaft – BDA, BDI, DIHK und ZDH – empfohlen wird.
www.berufundfamilie.de

Pressekontakt:
Silke Güttler
Leitung Corporate Communications
berufundfamilie Service GmbH
Telefon: +49 69 7171333-161
E-Mail: s.guettler@berufundfamilie.de

Original-Content von: berufundfamilie Service GmbH, übermittelt durch news aktuell

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