Skiurlaub und Nachhaltigkeit: Wie sich Wintertourismus bewusster gestalten lässt

Skiurlaub und Nachhaltigkeit: Wie sich Wintertourismus bewusster gestalten lässt

Ein wesentlicher Teil des ökologischen Fußabdrucks entsteht rund um den eigentlichen Skitag. Wie erfolgt die Anreise? Muss das Auto während des gesamten Aufenthalts täglich bewegt werden? Welche Energie nutzt die Unterkunft? Wie wird geheizt? Gibt es Möglichkeiten für E-Mobilität? Und welche Standards gelten beim Umgang mit Wasser, Materialien und anderen Ressourcen?

Mobilität wird zum wichtigen Faktor im Skiurlaub

Wer mit Bahn und Bus in eine Wintersportregion reist, kann einen Teil der Autofahrten vermeiden. Entscheidend ist allerdings auch, wie gut die Wege zwischen Unterkunft und Skigebieten organisiert sind.

Öffentliche Verkehrsmittel und Skibusse machen es möglich, auch vor Ort weitgehend auf das eigene Auto zu verzichten und die Skigebiete bequem zu erreichen. So lassen sich viele tägliche Fahrten während des Aufenthalts vermeiden.

Auch der Hotelbetrieb entscheidet mit

Neben der Mobilität spielt die Unterkunft eine zentrale Rolle. Stromversorgung, Heizung, Warmwasser, Wasserverbrauch sowie die verwendeten Materialien beeinflussen, wie ressourcenschonend ein Hotel betrieben werden kann.

Orientierung können dabei zertifizierte Standards geben. Die Richtlinien der BIO HOTELS betreffen beispielsweise nicht nur Lebensmittel. Sie umfassen auch Bereiche wie Ökostrom, Heizsysteme, Mobilität, Wasserverbrauch, Renovierungen, Materialien und ökologische Standards im laufenden Hotelbetrieb. Die Einhaltung der Vorgaben wird regelmäßig überprüft.

Zertifizierte Standards machen Nachhaltigkeit für Gäste nachvollziehbarer und zeigen, welche Maßnahmen ein Betrieb tatsächlich umsetzt. So lässt sich der Winterurlaub in jenen Bereichen bewusster gestalten, auf die Gäste und Gastgeber direkten Einfluss haben.

Rastbichlhof setzt diese Ansätze im Stubaital um

Wie das in einer stark vom Wintersport geprägten Region funktionieren kann, zeigt der Rastbichlhof in Neustift im Stubaital. Das familiengeführte 4-Sterne-Hotel ist seit 2023 Mitglied der BIO HOTELS und das einzige Haus dieser Vereinigung im Stubaital.
Der Betrieb bezieht ausschließlich Ökostrom und produziert zusätzlich Energie über eine eigene Photovoltaikanlage. Für die Wärmeversorgung setzt das Hotel auf Biomasse. E-Ladestationen stehen direkt am Haus zur Verfügung. Außerdem ist der Rastbichlhof Carsharing-Standort von FLOMOBIL. Gäste können das „Flo-Mobil“, wie es im Haus liebevoll genannt wird, direkt vor Ort ausleihen. Rund 300 Meter vom Hotel entfernt befindet sich zudem eine Skibushaltestelle, über die Gäste die Skigebiete im Tal erreichen können. Auch die Anreise über Innsbruck mit Bahn und öffentlichen Verkehrsmitteln ist möglich.Für Gastgeber Andreas Steuxner ist genau diese Kombination entscheidend:
„Unsere Gäste kommen ins Stubaital, weil sie Schnee erleben, Ski fahren und die Berge genießen wollen. Nachhaltiger Tourismus bedeutet für uns deshalb vor allem, den Urlaub rundherum so bewusst wie möglich zu gestalten.“

Dabei gehe es nicht darum, Gästen vorzuschreiben, wie sie ihren Urlaub verbringen sollen.
„Wir wollen Möglichkeiten schaffen. Wer mit der Bahn anreist, vor Ort den Skibus nutzt und sich bewusst für eine Unterkunft mit klaren Umweltstandards entscheidet, kann bereits an vielen Stellen Einfluss nehmen“, sagt Steuxner.

Der Rastbichlhof zeigt damit als Bio-Hotel-Pionier im Stubaital, wie sich klassische Wintererlebnisse und konsequente Nachhaltigkeitsmaßnahmen miteinander verbinden lassen. Schnee und Skifahren bleiben Teil des Urlaubs. Bewusster gestaltet wird vor allem das, was rundherum passiert.

Über den Rastbichlhof

Der familiengeführte 4-Sterne-Rastbichlhof liegt in Neustift im Stubaital und wird von Andreas und Barbara Steuxner geführt. Seit 2023 ist das Hotel Mitglied der BIO HOTELS und das einzige BIO HOTEL im Stubaital. Zum Angebot gehören Wellness mit Pool und Saunen sowie zahlreiche Möglichkeiten für einen aktiven Urlaub in den Stubaier Alpen.