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Mehr als ein Strohfeuer – Kommentar von Alexandra Gross

Geht es nach dem Wunsch der Berliner Profiklubs, sollen schon ab kommender Woche wieder Zuschauer die sportlichen Höchstleistungen live in den Arenen der Hauptstadt verfolgen dürfen. Mit tagesaktuellen, negativen Corona-Tests für alle Beteiligten versteht sich.

Dieser Plan mag angesichts der wieder steigenden Infektionszahlen in Berlin illusorisch anmuten, und tatsächlich entscheidet am Ende der Senat, ob es zur Umsetzung des Pilotprojekts für den Profisport kommt. Das wissen auch die Verantwortlichen der Klubs und behalten – bei aller Vorfreude auf die Rückkehr von Fans nach der langen Leere – den Blick für die Realität und werden die Entscheidung der Politik akzeptieren.

Dennoch ist das Projekt ein Lichtblick und dürfte nicht nur Sportanhängern in dieser Zeit Hoffnung geben. Es geht darum, Perspektiven für die Zukunft zu eröffnen. Die Konzepte sind durchdacht, nur zu einhundert Prozent negativ getestete Personen dürfen den Veranstaltungen beiwohnen.

Das zurückliegende Jahr hat die wissenschaftliche Erkenntnis gebracht, dass das Ansteckungsrisiko auf dem Rasen oder den Tribünen bei Einhaltung von Abstand und Maskenpflicht nicht erkennbar ist.

Sollte es zur erfolgreichen Umsetzung kommen, könnte das Berliner Pilotprojekt bundesweit eine nachhaltige Wirkung haben, weil es hilft, valide Erkenntnisse zu sammeln für einen intelligenten Umgang mit der Pandemie. Es ist damit mehr als ein Strohfeuer.

Stillhalten und Nichtstun hat dagegen noch selten einen Wissenszuwachs erbracht. Aber natürlich bleibt das Pilotprojekt auch eine Gratwanderung: zwischen dem Wunsch nach einer gewissen Normalität und der Vernunft, die es in einer Pandemie braucht.

Pressekontakt:

BERLINER MORGENPOST

Telefon: 030/887277 – 878
bmcvd@morgenpost.de

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