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Vergessene Orte: Wo Aspern Napoleon schlug

Verdun (1917) und Waterloo (1815) sind beispielhaft für eine aufwändige Erinnerungskultur. Dort sind die Spuren der Schlacht im Gelände zu erkennen. Andenkenshops, Führungen, Denkmäler, Parkplätze, Museen und Ruinen ermöglichen dem Besucher einen Einblick in die Vergangenheit der historischen Landschaft.

Die Schlacht von Aspern-Essling (1809) verdient als Abnutzungsschlacht im Fünften Koalitionskrieg gegen Napoleon eigentlich eine ebensolche Erinnerungskultur. Der Kampf war ein gigantisches Gemetzel und Napoleons erste Niederlage. Grund genug, die Gegend heute zu erkunden. Eine Spurensuche.

Aspern gehört heute zur Stadt Wien. Bereits 1904 wurde das Dorf in die Stadt eingegliedert. Als erstes errichtete man auf dem alten Schlachtfeld einen Flugplatz. Dieser war von 1912 bis 1977 in Betrieb. Später errichtete General Motors ein Werk, darüber hinaus entstand in der Region ein Wohnprojekt. Bei diesen Bauarbeiten wurden neben Funden aus der Bronzezeit auch immer wieder Massengräber aus der Schlacht von Aspern entdeckt. Eine systematische Untersuchung jedoch fand nie statt. Heute werden alle Baumaßnahmen der Stadt Wien von qualifizierten Archäologen überwacht. Ungefähr seit 2005 werden alle Skelette einer wissenschaftlichen Untersuchung übergeben.

Eine Begehung des Schlachtfeldes ist heute nicht mehr möglich. Gewerbegebiete, Häuser, Straßen und Parkplätze haben den Ort der Schlacht bis zur Unkenntlichkeit verwischt. Nur ein kleiner Flecken in Aspern erinnert noch an den Kampf. Das ist der Löwe von Aspern. Das Denkmal befindet sich vor einer Kirche um die sich verschiedene Gedenksteine und ein Museum gruppieren. Weitere Bauarbeiten in dieser Gegend werden über kurz oder lang die Erinnerung an diese Schlacht überlagern. Nur der Löwe und die Toten werden dann stumme Zeugen dieses Gemetzels sein.

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